Aktionstag der Sozialproteste
Lemgo. Es bedurfte nur eines kleinen privaten Aufrufes, dass sich zahlreiche Lemgoer dieser Tage vor der "Lippe pro Arbeit" am Lemgoer Marktplatz trafen, um einen Vormittag lang bei widriger Witterung ihren Protesten gegen Sozialabbau und Hartz-IV-Gesetzgebung Ausdruck zu verleihen.
Flugblätter wurden verteilt, Kaffee und Glühwein ausgeschenkt und das Gespräch mit den Passanten gesucht.
Die Lemgoer Bürgerinnen und Bürger nahmen dieses Gesprächsangebot gerne wahr.
Lautstark wurde die Leitung von "Lippe pro Arbeit" zum Dialog aufgefordert, was aber von der der Geschäftsleitung abgelehnt wurde. Stattdessen waren Rufe aus dem Gebäude zu vernehmen, die nach einem Abbruch der Aktion verlangten. Auf der Strasse ein ganz anderes Bild: Viele Lemgoer gaben mit Zetteln ihre Meinung bekannt, befanden, dass die soziale Gerechtigkeit vielfach auf der Stecke bleibe oder keine Beachtung mehr finde. Das soziale Gefüge drifte immer mehr auseinander, so der allgemeine Tenor, was auch an Fällen von Kürzungen bei ALG-II-Empfängern erörtert wurde.

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